Feuerwehr Kleve übt auf dem Gelände des IdF NRW in Münster

Knapp 30 Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Kleve nutzten am Sonntag, 16. August, die Möglichkeit, auf dem Außengelände des Instituts der Feuerwehr Nordrhein-Westfalen (IdF NRW) in Münster verschiedene Einsatzszenarien zu trainieren. Bereits um 7 Uhr machten sich die Einsatzkräfte mit drei Löschfahrzeugen, dem Rüstwagen und dem Lkw von der Hauptwache in Kleve auf den Weg nach Münster.

Am Vormittag stand zunächst eine größere Übungslage auf dem Programm, bei der technische Hilfeleistung und ein Brandgeschehen infolge einer Gasflasche miteinander kombiniert wurden. Zusätzlich mussten Gefahren im Bereich einer Bahnanlage, unter anderem durch die Oberleitung, berücksichtigt werden. Eine weitere Herausforderung bestand darin, dass im angenommenen Einsatzbereich keine Hydranten zur Verfügung standen. Die Wasserversorgung musste deshalb aus einem offenen Gewässer aufgebaut werden. Das Szenario wurde gemeinsam als Zuglage abgearbeitet.

Anschließend teilten sich die Einsatzkräfte auf und absolvierten drei kleinere Szenarien jeweils in Gruppenstärke. Bei einem Verkehrsunfall mit einem Lkw sowie Fahrrädern und Fußgängern mussten mehrere beteiligte Personen versorgt und die technische Rettung organisiert werden. In einem weiteren Szenario wurde der Brand einer Trafostation unmittelbar an einer Bahnanlage angenommen. Die dritte Gruppe wurde mit einem brennenden Camper konfrontiert, in dem Chemikalien vorgefunden wurden. Neben der Brandbekämpfung mussten dadurch auch eine CBRN-Gefahrenlage sowie die Suche nach einer vermissten Person berücksichtigt werden.

Nach einer gemeinsamen Mittagspause folgte eine weitere Übung in Zugstärke. Angenommen wurde ein Wohnungsbrand mit einem verrauchten Treppenraum und insgesamt fünf vermissten Personen. Neben der Menschenrettung und Brandbekämpfung mussten die verschiedenen Aufgaben eines größeren Brandeinsatzes koordiniert werden. Parallel dazu bauten Teile des Logistikzugs das Hygienekonzept für die eingesetzten Kräfte auf und übten die entsprechenden Abläufe zur Einsatzstellenhygiene.

Nach jedem Szenario wurde das Vorgehen der Einsatzkräfte gemeinsam besprochen und aufgearbeitet. So konnten Entscheidungen und Abläufe unmittelbar ausgewertet und Erkenntnisse für zukünftige Einsätze gewonnen werden.

Zum Abschluss des Übungstages wurden außerdem die vorhandenen Kreisregner aufgebaut und praktisch erprobt. Diese können insbesondere bei Vegetations- und Waldbränden eingesetzt werden, um größere Flächen zu bewässern.

Nach einem langen und abwechslungsreichen Ausbildungstag machten sich die Einsatzkräfte schließlich wieder auf den Rückweg nach Kleve. Geplant und geleitet wurde der Übungstag von dem Leiter der Feuerwehr Ralf Benkel.